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Wildtierwissen

Hier findet ihr Infos darüber, wie ihr Wildtieren das Leben erleichtern könnt. Bitte beachtet auch die Informationen auf der Seite Tier gefunden - Was tun?

 

  Beitrag erstellt am 27.03.2021. Letzte Änderung: 10.04.2021 10:42.





Füttern von Nestlingen

Zitat aus der Facebookgruppe: Wildbirds and Bees

Wir kämpfen um jeden Vogel.
Leider kursieren, auch bei Leuten wo man denkt die sollten es wissen, immer noch falsche Fütterungshinweise.
Es ist egal ob eure Tante, Oma, Mutti, Cousin vierter Reihe links, damit gute Erfahrungen gemacht hat. Der Großteil der Vögel trägt schlimme Schäden davon oder stirbt. Die welche die Fütterung überleben und normal aussehen, tragen oft brüchige Federn die in Freiheit durch die Belastung wegbröseln und der Vogel so dem Tod geweiht ist. Hack, Zwieback, Eigelb, Kanarienaufzuchtfutter, Claus und Co, Beoperlen ...
Das ist alles nichts für kleine Nestlinge.

Einem Insektenfresser Zwieback oder Aufzuchtnahrung mit Getreide/Backerzeugnissen zu geben wäre wie wenn ihr einer Babykatze Müsli eintrichtert.

Quark, Ei und Hack reizen den Darm, sind schwer verdaulich und verstopfen den Vogel.
Insekten sind nun mal Insekten und kein Quark-Hack-Ei-Gemisch oder ähnliches. Insekten sind ein komplexes Nahrungsmittel das nicht ersetzt werden kann.
Da Vögel so schnell wachsen sind solche Fehlfütterungen schnell fatal. Die Nährstoffe die er braucht fehlen entweder, oder können nicht verdaut werden.

Es sind Wildtiere die unter optimalen Bedingungen groß werden müssen damit sie draußen eine Chance haben.
Waldvögelzüchter mögen ihren adulten Zuchttieren Weichfresserfutter geben, aber selbst diese geben in der Jungenaufzucht Insektenkost.
Zuchtvögel in Volieren sind auch nie der großen Belastung ausgesetzt mit der Wildvögel leben müssen.
Bitte macht keine Kompromisse!

Jungvögel, gerade Nakedeis, brauchen reine Insektenkost.

Nur ältere Distelfinken bekommen Handaufzuchtfutter für Papageien, ebenso wie Tauben da die von Schlupf an Vegetarier sind.

Beoperlen sind maximal ein Zusatzfutter(höchstens 10% der Gesamtfuttermenge) für ältere Drosselartige und Rabenvögel. Nicht für ganz kleine oder andere Vogelarten. Bitte glaubt uns, mit diesen Ersatzfuttermischungen versterben die Tiere früher oder später.
Und nur weil Person xyz euch sagt dass es angeblich damit geht, wenn euch einer sagt er hat schon immer Katzenbabies mit Zwieback und Kuhmilch groß bekommen, würdet ihr das auch tun?
Groß mag der ein oder andere Vogel damit werden, aber welche Überlebenschancen hat er am Ende damit? Wer kontrolliert ob der ausgeflogene Vogel nicht nach 4-6 Wochen am Boden liegt weil seine Federn soweit zerschlissen sind das er nicht mehr fliegen kann?
Wer kann sagen ob sie nicht Organschäden davon tragen die erst in Freiheit ersichtlich werden?

Bitte nehmt nur Insekten. Selbst Mehlwürmer sind gegenüber diesen Ersatzfuttermitteln zu bevorzugen.
Ein gutes Vitamin-Mineralpräparat ist auch bei Insektenfütterung nötig, da Zuchtinsekten nie so reichhaltig wie in der Natur sind, außer man zieht die Tier selber und kontrolliert deren Ernährung.
Nakedeis von denen man nicht weiß zu welcher Art sie gehören sind mit Heimchen am besten beraten, da auch vegetarische Finken ihre Nakedeis rein mit Insekten füttern bis diese die ersten Federn schieben.
Ältere vegetarische Finken bekommen vegetarische Nahrung. Distelfinken früher, Buchfinken später.
Sperlinge gedeihen am besten wenn sie bis zum flügge werden reine Insektenkost bekommen. Die Feinstruktur der Federn ist bei reiner Insektenkost besser als bei gemischter Nahrung.
In freier Wildbahn füttern Sperlingseltern nur aus der Not vegetarisch zu wenn es nicht genug Insekten gibt. Daher gibt es z.b. in der Stadt auch die sogenannten Pommesspatzen mit furchtbar struwweligem, kaputtem Gefieder deren Eltern auf Essensreste angewiesen waren.
Bild Alt

  Beitrag erstellt am 10.04.2021. Letzte Änderung: 10.04.2021 10:40.